Dienstag, 28. Oktober 2014

Wo ist die Zeit nur hin?

Das Ende meines dritten und letzten Terms in IB1 naht!!! Gruselig, wie schnell dieses erste Jahr hier doch vergangen ist. Ich weiß noch genau, wie ich aufgeregt und allein am Flughafen in Johannesburg ankam mit absolut keiner Ahnung, was mich erwarten würde. Inzwischen hab ich hier eine zweite Familie gefunden mit einem zweiten Zuhause. Meine IB1 Prüfungen (vergleichbar mit dem deutschen Vorabi) sind größtenteils erledigt und überstanden, was von den Unterrichtsstunden her zwar noch nicht das Ende des Jahres bedeutet, aber zumindest ein großer Schritt Richtung Abitur ist. Komisch, wie real das plötzlich wird, dass ich hier mein Abitur mache! Die IB2s haben die letzten Vorbereitungsstunden für ihre Abschlussprüfungen und wir müssen uns inzwischen schon Gedanken über das nächste Jahr machen – unsere Wunschzimmer; die „Neuen“, die kommen werden und das Hostel hoffentlich mit genauso viel Elan und Freude füllen werden, wie wir es noch vor 10 Monaten taten...
Und ich habe mich kaum gemeldet!!! Das lag nicht etwa daran, dass nichts Berichtenswertes passiert ist oder ich diesen Blog gar vergessen hätte, nein, die Zeit ist mir einfach davongelaufen und zwischen Events und Prüfungen fand sich keine freie Minute.
Deswegen versuche ich jetzt bestmöglich die vergangenen 5 Wochen zusammenzufassen:
Neben dem internationalen Weltfriedenstag, den wir am 24.09. feierten, begeisterte eine Reihe junger Talente in der Show „IDedicate“ (26.09.), wo sie Gedichte, selbst komponierte Lieder, Tänze und vieles mehr ihren Liebsten und Lieben widmeten.
Nach einem Kräfte raubenden Aware Vaccination Community Service galt es den Mental Health Day (08.10.)vorzubereiten, wo wir als Peer Supporter (eine Gruppe ausgewählter Schüler, die in Workshops darauf vorbereitet wird, Mitschüler und jüngere Schüler zu unterstützen und Ansprechpartner für jeden sind) verschiedene Vorträge zum Thema Stress Management und Angst&Bedenken hielten. Gleichzeitig erhielten alle IB1s eine ausführliche Vorbereitung von den Lehrern für die Prüfungszeit. Vorträge wie über die Wichtigkeit von Schlaf, wie man am besten für die Prüfungen lernt und mit Schuldruck und Stress umgeht, erschienen zunächst simpel und sinnlos, doch zeigten uns, wie wichtig ein gutes Zeitmanagement in dieser Zeit werden würde.
Viele weitere Universitäten kamen zu Besuch und warben um unsere Bewerbungen, so auch SciencePo aus Frankreich, eine Hotel-Fachschule aus der Schweiz, Stanford und Harvard University und viele weitere aus den US und der ganzen Welt.
Nach einer tollen Tutor Party, einem wundervollen Moonlight Ride und einem mindestens ebenso genialem Inhouse Leavers gab es noch eine Theaterproduktion mit dem Namen „Only dead fish swim with the stream (Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom)“. Hierbei hatten die IB1- Kunstschüler gemeinsam mit Theaterschülern aus allen Klassenstufen ein gemeinsames Projekt geschaffen, welches mit viel Applaus und Standing Ovations vom Publikum in allen 3 Vorstellungen sehr gut angenommen wurde.
Darauf folgte dann auch gleich unser Midtermbreak, den die meisten dann allerdings mit viel Lernen und Üben verbrachten, denn bereits am ersten Tag unserer Rückkehr durften wir die ersten beiden Prüfungen schreiben. Seitdem hatten wir nun schon eine ganze Menge Prüfungen, einen Evening of Dance und das indische Divali Festival wurden gefeiert. Nach dieser Woche sind all unsere Prüfungen geschafft, wir müssen wieder zum Unterricht und die IB2s müssen ran an ihre allerallerletzten Prüfungen ihrer Schulzeit....