Am Ende jeden
Jahres unternimmt jeder Tutor etwas
gemeinsam mit seiner Tutorgruppe. Das mag gemeinsames Kochen im Haus
des Lehrers sein, ein Kinobesuch, eine Übernachtungsparty oder
irgendwo gemeinsam lecker Essen gehen. Das ist genau, was wir am
05.10. machten. Gemeinsam mit zwei anderen Tutorgruppen machten wir
uns per Bus auf eine lange Reise zum Foresters Arms Hotel in
Swasiland, welches für seinen guten Sonntagsbrunch bekannt ist. Und
so war es dann auch: neben traditionellem afrikanischen Essen, gab es
Spezialitäten aus aller Welt und das Essen war nicht nur in richtig
guter Qualität sondern auch in unzähliger Quantität vorhanden!!!
So futterten wir uns also alle voll und konnten uns dann mit
vollen Bäuchen im warmen Sonnenschein am Pool ausruhen. ;)
Dienstag, 28. Oktober 2014
Aware Vaccination Community Service
Straßenhunde in Swasiland sind keine
Seltenheit – überall laufen sie herum
und keiner weiß, welche Krankheiten sie übertragen können. So
hatten wir also am internationalen World Rabies Day
(Welt-Tollwut-Tag) einen Community Service, bei dem eine Gruppe von
ca. 25 Schülern gemeinsam mit Tierärzten aus ganz Swasiland in 10
der 27 Impfstationen im Land Straßenhunde und Hunde mit Besitzern
gegen Tollwut impften. An unserer Station waren
es um die 40 Hunde innerhalb der 2 Stunden, die wir dort
verbrachten. Anschließend fuhren wir mit dem Auto herum und impften
Hunde, denen wir auf unserem Weg begegneten. Es war auch durchaus
interessant einmal in das ländliche Swasiland zu kommen und
Einheimische in Gesprächen besser kennenzulernen. Doch nach
insgesamt über 4 Stunden in der prallen Sonne waren dann auch alle
froh, als es wieder zurück in die Schule ging und man zunächst
einmal ausgiebig duschen konnte.
Do something that makes you feel alive!
...mit diesen
Worten begrüßte uns einer der wichtigsten Banker
im Finanzwesen weltweit in einer unserer Wirtschaftsklassen vor 4
Wochen.
„When you
make a decision about your life, you should always have butterflies
in your stomach. Otherwise you are probably just too arrogant.“
Was du studierst ist vollkommen egal,
denn das Diplom, dass du bekommst ist am Ende nur ein einfaches Blatt
Papier. Studieren und Lernen, ja, aber lass dich nicht dadurch
einschränken – schau darüber hinaus und entdecke Neues. Es kann
bei Entscheidungen auch nicht immer um Geld gehen. Geld kann dir zwar
Medizin kaufen, aber kann dir noch lange nicht Gesundheit erkaufen.
Selbst falsche Entscheidungen bringen dich weiter, solange du deine
Vergangenheit hinter dir lässt, sodass deine Vergangenheit von dir
lassen kann. Warum zurückschauen, wenn Zurückschauen dich nicht
vorwärts bringt? WIR haben die Wahl die Welt zu verändern oder
verändert zu werden von der Welt um uns herum... Und es braucht bei
weitem keine Genies, um die Welt zu verändern. Doch lasse dich nicht
herunterziehen vom
Erfolg anderer, denn dein Erfolg wird kommen.
„Speak up tp be heard and to be
understood, why mumble and jumble? … I wish you success in what
matters to you. Because why does it matter what we do, if, what we
do, does not matter?“
International Peace Day 2014
Es war ein langer und beschwerlicher
Weg bis wir schließlich erreichten, woran wir bereits seit August
gearbeitet hatten: der internationale Tag des Friedens.
Schon am Morgen in der Cafeteria konnte
man einen deutlichen Unterschied zu dem alltäglichen Gewusel, das
sonst unter der Woche stattfand, sehen: die meisten der Schüler
trugen weiß. Es war atemberaubend, wie viele sich an diese
Aufforderung erinnerten und diese auch
erfüllten.
Mit vielen Gedichten, Liedern und Reden
von Schülern und Lehrern wurde der Tag
in einer Schulversammlung eröffnet. Das Programm, das wir als
Organisatoren aufgestellt hatten, wurde dann allerdings etwas über
den Haufen geworfen, als einer der Lehrer statt einer 3-minütigen
Rede einen 18-minütigen Vortrag hielt. Doch auch das war kein
Problem, denn schließlich ist Spontanität auch eine wichtige
Eigenschaft, die es zu erlernen gilt. Und so mussten eben einige der
Beiträge auf die Pausenzeit verschoben werden und die Lehrer mussten
sich auf etwas weniger Zeit in ihren
darauffolgenden Unterrichtsstunden einstellen. Doch schließlich war
es Weltfriedenstag – und auch wenn wir Frieden eigentlich jeden
einzelnen Tag zelebrieren sollten, konnte doch zumindest dieser eine
Tag vollkommen dem Frieden gewidmet werden.
In der Pause versammelten sich dann
alle Schüler noch einmal auf dem Feld und bildeten gemeinsam eine
Friedenstaube im Namen des Friedens... Und nach anfänglichen
Bedenken, mussten doch alle zugeben, dass uns dies recht gut gelungen
ist.
Wo ist die Zeit nur hin?
Das Ende meines
dritten und letzten Terms in IB1 naht!!! Gruselig, wie schnell dieses
erste Jahr hier doch vergangen ist. Ich weiß noch genau, wie ich
aufgeregt und allein am Flughafen in Johannesburg ankam mit absolut
keiner Ahnung, was mich erwarten würde. Inzwischen hab ich hier eine
zweite Familie gefunden mit einem zweiten Zuhause. Meine IB1
Prüfungen (vergleichbar mit dem deutschen Vorabi) sind größtenteils
erledigt und überstanden, was von den Unterrichtsstunden her zwar
noch nicht das Ende des Jahres bedeutet, aber zumindest ein großer
Schritt Richtung Abitur ist. Komisch, wie real das plötzlich wird,
dass
ich hier mein Abitur mache! Die IB2s haben die letzten
Vorbereitungsstunden für ihre Abschlussprüfungen und wir müssen
uns inzwischen schon Gedanken über das nächste Jahr machen –
unsere Wunschzimmer; die „Neuen“, die kommen werden und das
Hostel hoffentlich mit genauso viel Elan und Freude füllen werden,
wie wir es noch vor 10 Monaten taten...
Und ich habe
mich kaum gemeldet!!! Das lag nicht etwa daran, dass nichts
Berichtenswertes passiert ist oder ich diesen Blog gar vergessen
hätte, nein, die Zeit ist mir einfach davongelaufen und zwischen
Events und Prüfungen fand sich keine freie Minute.
Deswegen
versuche ich jetzt bestmöglich die vergangenen 5 Wochen
zusammenzufassen:
Neben
dem internationalen
Weltfriedenstag, den wir am 24.09. feierten,
begeisterte eine Reihe junger Talente in der Show „IDedicate“
(26.09.), wo sie Gedichte, selbst komponierte Lieder, Tänze und
vieles mehr ihren Liebsten und Lieben widmeten.
Nach
einem Kräfte raubenden Aware Vaccination Community Service
galt es den Mental Health
Day
(08.10.)vorzubereiten, wo wir als Peer Supporter (eine Gruppe
ausgewählter Schüler, die in Workshops darauf vorbereitet wird,
Mitschüler und jüngere Schüler
zu unterstützen und Ansprechpartner für jeden sind) verschiedene
Vorträge zum Thema Stress Management und Angst&Bedenken hielten.
Gleichzeitig erhielten alle IB1s eine ausführliche Vorbereitung von
den Lehrern für die Prüfungszeit. Vorträge wie über die
Wichtigkeit von Schlaf, wie man am besten für die Prüfungen lernt
und mit Schuldruck und Stress umgeht, erschienen zunächst simpel und
sinnlos, doch zeigten uns, wie wichtig ein gutes Zeitmanagement in
dieser Zeit werden würde.
Viele
weitere Universitäten
kamen zu Besuch und warben um unsere Bewerbungen, so auch SciencePo
aus Frankreich, eine Hotel-Fachschule aus der Schweiz, Stanford und
Harvard University und viele weitere aus den US und der ganzen Welt.
Nach
einer tollen Tutor Party,
einem wundervollen Moonlight Ride
und einem mindestens ebenso genialem Inhouse Leavers
gab es noch eine Theaterproduktion
mit dem Namen „Only dead fish swim with the stream (Nur tote Fische
schwimmen mit dem Strom)“. Hierbei hatten die IB1- Kunstschüler
gemeinsam mit Theaterschülern aus allen Klassenstufen ein
gemeinsames Projekt geschaffen, welches
mit viel Applaus und Standing Ovations vom Publikum in allen 3
Vorstellungen sehr gut angenommen wurde.
Darauf
folgte dann auch gleich unser Midtermbreak,
den die meisten dann allerdings mit viel Lernen und Üben
verbrachten, denn bereits am ersten Tag unserer Rückkehr durften wir
die ersten beiden Prüfungen
schreiben. Seitdem hatten wir nun schon eine ganze Menge Prüfungen,
einen Evening
of Dance
und das indische Divali
Festival
wurden gefeiert. Nach dieser Woche sind all unsere Prüfungen
geschafft, wir müssen wieder zum Unterricht und die IB2s müssen ran
an ihre allerallerletzten Prüfungen ihrer Schulzeit....
Sonntag, 21. September 2014
Diese Momente...
Diese
Momente, wenn man mit 5 Freunden aus verschiedenen Nationen gemeinsam
in einem kleinen Zimmer hockt... Wenn man indischen Kakao schlürft
und deutsche Schokolade isst... Wenn man afrikanische Musik hört und
lautstark mitsingt ohne die genauen Worte zu kennen... Wenn man über
Tage mit 36 Stunden philosophiert und überlegt, wer eigentlich
festlegte, dass eine Stunde 60 Minuten hat... Wenn man ausgelassen
lachen kann und einander in den Armen liegt... Wenn man anschließend
2 Uhr morgens totmüde ins Bett fällt und weiß, in nur wenigen
Stunden wird man von eben den gleichen Leuten wieder geweckt
werden...
…
dann weiß man, man ist angekommen – am UWC!!!
Ein letztes Mal – Reunion Choir Tour Konzert
Gemeinsam
standen wir wieder auf der Bühne. Eine große Familie, die in den
letzten 9 Monaten so eng zusammen gewachsen ist. Und dann sangen wir
– so wie wir es die letzten 9 Monate auch getan hatten. Voll
Lebensfreude, Energie und Leidenschaft. Doch dieses Mal war es
anders. Denn es war das letzte Mal - das letzte Mal in dieser Gruppe
gemeinsam singen. Beim nächsten Mal werden einige fehlen und wieder
andere ganz neu dazugekommen sein. So ist der Lauf des Lebens,
Menschen gehen und neue kommen hinzu. Immer und überall – ob in
Swasiland oder Deutschland, ob beim Chor oder im Freundeskreis. Ein
reges Treiben mit immer neuen Wendungen und Ereignissen. Und es wird
immer weitergehen – weiter und weiter. Doch vorerst war es das
letzte Mal.
Mit
umso mehr Emotionen wurde gesungen. Und mit noch etwas mehr
Dankbarkeit applaudiert...
Fire Fighters
Wir
waren auf dem Weg zur Cafeteria um Abendbrot zu essen. Doch daraus
sollte dann vorerst nichts werden...
Stattdessen
fanden wir uns in einer langen Kette an Schülern und Lehrern wieder.
Das Feuer war keine 10 m von uns entfernt. Die „Eimer“, die wir
von einem zum anderen weiterreichten, waren alles was man finden
konnte – Brotdosen, Trinkflaschen, Wassereimer mit Löchern und
Babybadewannen. Mehr konnte auf die Schnelle nicht aufgetrieben
werden. Immer mehr Lehrer und Schüler kamen. Einige der Jungs gingen
mit Schaufeln umher, um das Feuer zu erdrücken. Alle anderen
reichten Wassereimer weiter oder rannten den Berg hinauf und hinab,
um von weiteren Wasserquellen in den Häusern der Lehrer Wasser
herbeizuschaffen.
Nach
über einer Stunde war es geschafft. Das Feuer war gelöscht. Keines
der Häuser wurde beschädigt. Lediglich die Gartenschaukel musste
herhalten. Wir hatten es gemeinsam geschafft – eine bunte Mischung
von über 100 Lehrern und Schüler, aus jeder Jahrgangsstufe, aus
jedem Hostel und aus allen möglichen Nationen. GEMEINSAM WAREN WIR
STARK!
Einige
Minuten später standen wir wieder in einer Menschenschlange, doch
diesmal war es die Schlange zum Essen in der Cafeteria, zu dem alle
die geholfen hatten geschafft, mit rußverschmierten Händen und zu
spät, doch überglücklich ankamen.
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| © Holly - Fire Fighters |
Lange ist es her...
...dass
ich das letzte Mal in diesen Blog geschrieben habe. Das liegt unter
anderem daran, dass ich in der Zwischenzeit in meinen „Winterferien“
für 4 Wochen in der deutschen Heimat war. Dort hieß es viel Zeit
mit der Familie verbringen, Freunde wiedersehen, gutes deutsches
Essen genießen, auf besseres Wetter hoffen, in den Urlaub fahren und
schon waren die 4 Wochen wie im Fluge wieder vorbeigerast und ich saß
in meinem Flieger nach Johannesburg. Glücklicherweise waren die
beiden Plätze neben mir frei im Flugzeug, sodass ich mich auf drei
Plätzen breitmachen konnte und so sogar noch etwas schlafen konnte,
bevor der letzte, stressigste und schlafraubendste Term des Jahres
anfangen sollte...
Und
da sind wir nun schon. Term 3 in meinem ersten Jahr in Swasiland. Es
ist ein anstrengender Term. Da die IB2s zur Zeit nur noch
Vorprüfungen und Prüfungen schreiben, können sich die Lehrer ganz
und gar auf uns konzentrieren, was die Berge Hausaufgaben der letzten
beiden Trimester noch einmal verdreifacht. In 4 Wochen schreiben auch
wir dann unsere Endprüfungen für das erste Jahr und neben Schule
gibt es noch eine ganze Menge anderer Dinge zu erledigen und zu
organisieren. Dazu gehören neue Grenzbestimmungen für die Ein- und
Ausreise nach/aus Südafrika, die Minderjährigen das Reisen ohne die
richtigen Dokumente verbieten – sodass wir sozusagen in Swasiland
bis zu unserem 18. Geburtstag eingeschlossen wären. Dazu gehört
auch die Organisation des Abiballs, den wir für die IB2s
organisieren müssen.
Und
so ist es also ein Term voll Stress und wenig Schlaf und bei allem
schwingt bereits jetzt schon so ein wenig Abschiedsgefühl mit...
Mittwoch, 3. September 2014
TERMINÄNDERUNG!
Der Beginn der Infoveranstaltung (Donnerstag 04.09.) hat sich von 17 Uhr auf 18 Uhr verschoben.
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