Montag, 8. Juni 2015

Back in the place I call my HOME AWAY FROM HOME


Wieder einmal saß ich in einem Flieger nach Südafrika. Vorerst wird das aber das letzte Mal gewesen sein, dass ich Richtung Süden geflogen bin. Kaum vorstellbar! Das nächste Flugzeug, in das ich mich setzten werde, wird der allerletzte Rückflug nach Deutschland sein…

So sehr ich meine Ferien zu Hause auch genossen hatte, war es ein wunderbares Gefühl am Flughafen all die bekannten Gesichter wiederzusehen. Selbst die sonst so nervige Busfahrt nach Swasiland erschien diesmal kurz, da es einfach viel zu viel zu erzählen gab.
Seitdem sind nun bereits drei Wochen vergangen. Um ehrlich zu sein, gibt es von jenen drei Wochen nicht allzu viel zu berichten, da sich hier zurzeit das Meiste um Arbeit und Schule dreht.  Das IB ist in dieser Hinsicht sehr verschieden zum deutschen Abitur. Wo im deutschen Abitur alle 4 Halbjahre der Sekundarstufe 2 zusätzlich zum Vorabi und Abi in die Abi-Endnote hineinzählen, ist im IB die Abschlussprüfung am Wichtigsten. In den meisten Fächern macht diese etwa 60 – 70% der Endnote aus. Den restlichen Anteil bilden die mündlichen Prüfungen in den Sprachen sowie Internal Assessments für die anderen Fachgebiete (ausführlich Experimentauswertungen für die Naturwissenschaften, eine Mathematikfacharbeit und lange Aufsätze für Gesellschaftswissenschaften). Hinzu kommt noch der Extended Essay, der wohl vergleichbar mit einer deutschen Bell (Besondere Lernleistung) ist. Die einzelnen Halbjahre der beiden Jahre sowie die Vorprüfungen spielen keinerlei Rolle. 

So sitzen wir nun alle an unseren Extended Essays, Internal Assessments und Uni-Bewerbungen. Definitiv kein entspanntes Leben! Viel Zeit zum Genießen bleibt da nicht. Und die Zeit rast immer weiter dem Ende entgegen…

Samstag, 25. April 2015

We are all of the earth, which does not see differences of colour, religion or race. We are ‘kamhlaba’ – all of one world.

Wo auf der Erde findest du einen Ort, wo drei Schüler in drei verschiedenen Sprachen sprechen und sich doch mehr oder weniger verstehen können? Wo findest du einen Ort, wo ein Däne alles gab um ein Teil des königlichen Regiments eines afrikanischen Landes zu werden und dann den Namen „Kamhlaba“ erhielt? Wo findest du einen Ort, wo sieben Schüler von überall her zusammen in einem kleinen Besenkammer-großen Zimmer hocken um einen Hindi Film zu schauen? In Waterford Kamhlaba, einem UWC.
 
© Holly


Es ist dieser große Tag, der in den Monaten zuvor so viele Nerven kostete, so viel Papier zum skizzieren und planen verschwendete, so viele schlaflose Nächte der Vorbereitung mit sich brachte, so viel Aufregung und Lampenfieber erzeugte, so viele Schüler ins Schwitzen brachte und von jedem einfach alles abverlangte. Dieser eine Tag im Jahr. Dieser Tag, an dem man über einen kleinen Campus im winzigen Swasiland schlendern kann und nur lachenden, bunten und strahlenden Gesichtern begegnen wird. Dieser Tag der Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Denn das ist es was uns zusammenbringt.
Es war ein Erfolg. Jeder sagte das nach einem langen anstrengenden Tag des Kochens, Essens, Tanzens und Singens. Ein Tag, der wohl uns allen als wunderschöne Erinnerung im Herzen bleiben wird.
UWC DAY 2015.



PS: Mehr Bilder findet ihr auch hier ebenso wie einige ziemlich gelungene Videos über Waterford. Und selbstverständlich gibt es auch weitere Bilder in meiner eigenen Fotogalerie.

Freitag, 24. April 2015

Da kamen sie also angedüst...

... in ihrem großen weißen Mietauto, über die Grenze zwischen Südafrika und Swasiland, trotz langen Fluges noch frisch und munter: meine Familie.

Ich dachte im Voraus, es würde komisch werden diese beiden Welten, die doch so verschieden sind, zu vereinen, doch im Nachhinein betrachtet, war es gar nicht so schlimm. ;)

Meine Familie verbrachte also 2 ½ Wochen teilweise mit mir und teils ohne mich in Südafrika und Swasiland – 18 Übernachtungen in 13 verschiedenen Unterkünften – komplett selbst organisiert und es hat sich definitiv gelohnt.
Neben zahlreichen verschiedenen Game Reserves (zu Deutsch Wildreservat) in Swasiland besuchten wir natürlich auch den Krüger National Park. Ostern wurde gemeinsam mit meiner Link Family und anderen deutschen Freunden aus Swasiland in einem Nature Reserve verbracht. Am Ostersonntag konnte man also bereits am Morgen eine Herde Deutscher auf der Jagd nach Ostereiern beobachten. ;) Während ich in der Schule pauken musste, vergnügte sich meine Familie in Südafrika am Strand bei St. Lucia. Mein jüngerer Bruder kam mit mir einige Tage in die Schule und natürlich wurde auch die Schule besichtigt und Lehrer vorgestellt. Bei der „LEGENDARY“ V-Show von den Form 5s konnte meine Familie auch mal den einmaligen Waterford Spirit kennenlernen: es wurde gejubelt, angefeuert, mitgesungen, getanzt und jeder hatte Spaß während alle Altersgruppen von Schülern auf der Bühne standen und ihre Talente präsentierten. Es war wieder einmal beeindruckend!
Auch den allseits beliebten UWC Day durfte meine Familie miterleben, aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte...

Colourful life – Holi Festival 2015

Wer die Buntheit des Lebens nicht zulässt, 
darf sich nicht wundern, wenn er nur schwarz-weiß sieht. 
– Verfasser unbekannt

10... 9... 8... 7... 6... 5... 4... 3... 2... 1...
Farben fliegen in die Luft. Abertausende Farben, die alle ganz verschieden in der Sonne glitzern. 
GRÜN. Und dort ein strahlendes Gesicht aus Costa Rica. 
PINK und LILA. Daneben eine Britin und ein Angolaner, die sich lachend in den Armen liegen.
ROT. Der Äthiopier, der versucht der Inderin einen Eimer farbigen Wassers über den Kopf zu schütten. 
BLAU. Ein Mädchen aus Zimbabwe, ein Norweger und eine Lehrerin aus Bulgarien, die sich gegenseitig Farbe ins Gesicht schmieren und dabei nicht aufhören können zu lachen. 
GELB. Die Sonne strahlt mit ihnen. 
BUNT – so verschieden wir auch alle sein mögen, so ähnlichen sind wir uns, wenn wir lachen – GEMEINSAM LACHEN.

© Neema